Einführung in PED und TPED

Einführung in PED und TPED

 

Einleitung

 

 

Der europäische Markt setzt strenge Sicherheitsanforderungen für den Zugang von Druckgeräten voraus. Die zentrale Gesetzgebung besteht aus der Druckgeräterichtlinie (PED) und der Richtlinie über ortsbewegliche Druckgeräte (TPED). Zusammen bilden diese Richtlinien die zwei tragenden Säulen des EU-Sicherheitsrahmens für Druckgeräte und gewährleisten umfassende Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von Konstruktion und Herstellung bis hin zu Vertrieb und Nutzung. Dieser Artikel analysiert diese Richtlinien ausführlich aus der Perspektive von Definitionen, Anwendungsbereichen, Ausnahmeregelungen sowie ihren Unterschieden und Zusammenhängen.

 

PED

 

 

1. Überblick über die PED

 

PED steht für Pressure Equipment Directive (Druckgeräterichtlinie). Sie wurde erstmals 1997 als Richtlinie 97/23/EG von der EU verabschiedet und 2014 zur Richtlinie 2014/68/EU aktualisiert. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Sicherheit und den freien Handel von Druckgeräten im EU-Binnenmarkt sicherzustellen. Sie umfasst den gesamten Prozess von Konstruktion, Herstellung, Prüfung und verwendeten Werkstoffen für Druckgeräte. Die Richtlinie verlangt, dass Druckgeräte eine Konformitätsbewertung durchlaufen und mit der CE-Kennzeichnung versehen werden, um die grundlegenden Sicherheitsanforderungen der EU zu erfüllen. Hersteller müssen abhängig vom Risikograd des Geräts das passende Zertifizierungsmodul auswählen, wobei die Prüfung durch von der EU anerkannte benannte Stellen erfolgt. Die Umsetzung der PED hat den Handel mit Druckgeräten im EU-Markt vereinheitlicht und trägt wesentlich zum Schutz von Menschen und Umwelt bei.

 

2. Anwendungsbereich der PED

 

Die PED gilt für Druckgeräte mit einem maximal zulässigen Druck von mehr als 0,5 bar, darunter:

 

  • Druckbehälter (z. B. Lagertanks, Wärmetauscher)
  • Rohrleitungen (einschließlich Rohre oder Systeme aus Rohren, Fittings, Dehnungsausgleichern, Schläuchen oder anderen drucktragenden Komponenten)
  • Sicherheitszubehör (z. B. Sicherheitsventile, Berstscheiben)
  • Druckhaltende Ausrüstungsteile (z. B. Ventile, Filter, Durchflussmesser)
  • Baugruppen (z. B. Schnellkochtöpfe, Feuerlöscher, Kompressoreinheiten)

 

3. Ausnahmen innerhalb der PED

 

Grundsätzlich ist die PED für Druckgeräte verbindlich, jedoch gibt es bestimmte Ausnahmen. Gemäß Artikel 4 Absatz 3 der Richtlinie 2014/68/EU gilt: Wenn die technischen Anforderungen eines Druckgeräts unter den Grenzwerten liegen, die in Artikel 4 Absätze 1 und 2 festgelegt sind, muss das Gerät lediglich nach anerkannten Regeln der Technik konstruiert und hergestellt werden. Sofern keine anderen harmonisierten EU-Normen verletzt werden, sind solche Geräte von der CE-Kennzeichnungspflicht befreit.

 

Einführung in PED und TPED

 

TPED

 

 

1. Überblick über die TPED

 

TPED steht für Transportable Pressure Equipment Directive (Richtlinie über ortsbewegliche Druckgeräte). Sie wurde ursprünglich 1999 als Richtlinie 1999/36/EG von der EU verabschiedet und 2010 zur Richtlinie 2010/35/EU aktualisiert. Diese Richtlinie gilt für Typzulassungsprüfungen, Fertigungsüberwachung, Erst- und wiederkehrende Prüfungen, Neubewertungen sowie die Überwachung interner Prüfdienste für ortsbewegliche Druckgeräte und Behälter innerhalb der EU. Zertifizierte ortsbewegliche Druckgeräte müssen mit der “π”-Kennzeichnung (Pi-Mark) versehen sein, um auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden zu dürfen.

 

2. Anwendungsbereich der TPED

 

Die TPED gilt für ortsbewegliche Druckgeräte, die beim Transport gefährlicher Güter verwendet werden in: Straßenverkehr (ADR – Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) Schienenverkehr (RID – Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter) Binnenschifffahrt (ADN – Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen).

 

Zu den spezifischen Kategorien gehören:

 

  • Zylinder (z. B. Sauerstoffzylinder, Acetylenzylinder)
  • Zylinderbündel (z. B. wiederbefüllbare Langrohrbündel für Gase)
  • Ortsbewegliche Druckbehälter (z. B. transportable Tanks, Tankcontainer)
  • Ventile und andere Zubehörteile an Zylindern, Zylinderbündeln oder ortsbeweglichen Druckbehältern.

 

3. Ausnahmen innerhalb der TPED

 

Im Rahmen der TPED und ihrer Umsetzung in den internationalen Transportabkommen ADR/RID/ADN lassen sich Ausnahmen grundsätzlich in folgende Kategorien einteilen:

 

Ausnahmen innerhalb der TPED

 

Zentrale Unterschiede und Zusammenhänge zwischen PED und TPED

 

 

1. Zentrale Unterschiede

 

Zentrale Unterschiede

 

2. Grundlegende Zusammenhänge

 

Sowohl PED als auch TPED basieren auf dem Rahmen der EU-New-Approach-Richtlinien. Sie folgen dem Konformitätsprinzip aus Grundlegenden Sicherheitsanforderungen (Essential Safety Requirements – ESRs) und harmonisierten Normen (EN-Normen). Dadurch wird sichergestellt, dass Druckgeräte während Konstruktion und Herstellung die zentralen Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz erfüllen. Während sich die PED hauptsächlich auf orts feste Anwendungen konzentriert, legt die TPED den Schwerpunkt auf ortsbewegliche Anwendungen im Transportbereich. Die TPED baut auf der PED auf und ergänzt sie, indem sie bei der Konstruktion und Herstellung auf die Sicherheitsanforderungen der PED Bezug nimmt. Somit beruhen beide Richtlinien auf einer einheitlichen sicherheitstechnischen Grundlogik.

 

Fazit

 

 

FITOK hat PED-Zertifizierungen für Verschraubungen, Ventile und Rohre sowie TPED-Zertifizierungen für ortsbewegliche Zylinder und Zylinderventile erhalten. Darüber hinaus werden Druckgeräte mit DN ≤ 25 gemäß dem Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015 sowie relevanten nationalen und internationalen Normen (anerkannt als anerkannte Regeln der Technik / Sound Engineering Practice) konstruiert und gefertigt. Dadurch sind sie gemäß der PED von der CE-Kennzeichnungspflicht befreit. Für weitere Informationen zu den FITOK-Zertifizierungen wenden Sie sich bitte an FITOK oder unsere autorisierten Vertriebspartner. Sie können auch die offizielle FITOK-Website besuchen oder eine Online-Anfrage senden – unser Team wird Ihnen schnellstmöglich weiterhelfen.

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