Druckregler erklärt (Ⅳ): Einführung in die Entlüftungsfunktionen von Druckreglern

Druckregler

 

Druckregler sind Geräte, die den Eingangsdruck auf einen gewünschten Ausgangsdruck reduzieren und den Ausgangsdruck trotz Schwankungen im Eingangsdruck aufrechterhalten. Sie sind in verschiedenen Rohrsystemen weit verbreitet. Das Hauptmerkmal von Druckreglern ist ihre Fähigkeit, den Eingangsdruck während des Medienflusses auf einen niedrigeren Ausgangsdruck zu reduzieren. Wenn jedoch das Rohr hinter einem Regler geschlossen ist, wie reduziert der Regler dann den Ausgangsdruck auf einen neuen Sollwert? Außerdem, wenn eine Dichtung des Erfassungsmechanismus versagt (z. B. Membranriss oder Leckage im Dichtungsring eines Kolbens), wie kann das ausgetretene Medium zu einem bestimmten Ort entlüftet werden? Diese Fragen werden wir in diesem Tech Talk untersuchen.

 

Selbstentlüftung

 

 

Selbstentlüftung ist eine Funktion von Reglern. Durch das Hinzufügen eines Kanals über den Erfassungsmechanismus kann der Regler den Ausgangsdruck in einem geschlossenen System vollständig über den Selbstentlüftungsmechanismus ablassen, wenn der Griff gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird (VERMINDERN). Dadurch entfällt die Notwendigkeit eines zusätzlichen Spül- oder Entlüftungsventils. Regler mit hohen Betriebsdrücken sind oft mit einer Selbstentlüftungsfunktion erhältlich, aus der Kunden wählen können.

 

Bei Reglern ohne Selbstentlüftung sollte ein Ventil mit Entlüftungsfunktion in der Nähe des Reglerausgangs montiert werden, wenn bei geschlossenem nachgeschaltetem Rohr ein automatisches Ablassen des überschüssigen Ausgangsdrucks erforderlich ist. Dies hilft, empfindliche Bauteile stromabwärts bei geöffnetem Rohr vor hohem Druck zu schützen. Im Vergleich zu nicht selbstentlüftenden Reglern können selbstentlüftende Regler die Gesamtleistung von Ventilen verbessern und in bestimmten Situationen die Sicherheit der Rohrleitung erhöhen.

 

Prinzip der Selbstentlüftung

 

Wenn keine Selbstentlüftung erforderlich ist, berührt der Entlüftungssitz die Entlüftungsstange und bildet eine Dichtung. In diesem abgedichteten Zustand wird der Ausgangsdruck nicht durch den Entlüftungssitz entlüftet. Wenn überschüssiger Ausgangsdruck abgelassen werden muss, drehen Sie den Griff gegen den Uhrzeigersinn (VERMINDERN), um die Belastungskraft der Bereichsfeder zu verringern. Zu diesem Zeitpunkt übersteigt die vom Ausgangsdruck auf den Kolben ausgeübte Kraft die Belastungskraft, wodurch sich der Kolben nach oben bewegt. Wenn der Kolben ansteigt, löst sich die Entlüftungsstange aufgrund ihrer Begrenzungsstruktur allmählich vom Entlüftungssitz. Dadurch kann der Ausgangsdruck in die Atmosphäre entweichen (Abb. 1).

 

Prinzip der Selbstentlüftung

Abb. 1 Selbstentlüftung von Druckreglern

 

Vorsichtsmaßnahmen bei Selbstentlüften

 

1. Vermeiden Sie die Verwendung mit brennbaren, entzündlichen, giftigen, gefährlichen oder korrosiven Medien, da beim Selbstentlüften Medien mit übermäßigem Ausgangsdruck in die Atmosphäre abgegeben werden. Wenn Sie eine Selbstentlüftungsfunktion für gefährliche Medien benötigen, wenden Sie sich bitte an FITOK oder unsere autorisierten Vertriebspartner.

 

2. Nicht für hochreine Medien verwenden, da hierbei Verunreinigungen aus der Atmosphäre in das System gelangen können.

 

3. Da die Selbstentlüftungskonfiguration über eine zusätzliche Dichtung verfügt, sollten Überlegungen zur Materialverträglichkeit angestellt werden, beispielsweise in Bezug auf das Sitzmaterial an der Dichtung. Bitte beachten Sie den FITOK-Leitfaden zur Materialverträglichkeit.

 

Gekapselter Entlüftungsanschluss

 

 

Gekapselte Entlüftungsanschlüsse sind ebenfalls eine Funktion von Druckreglern. Durch die Konfiguration eines Anschlusses am Gehäuse (z. B. der 1/16-27 NPT-Anschluss bei der RTGC-Serie oder der 1/16-27 NPT-Anschluss bei der RDGC-Serie) kann im Falle eines Dichtungsversagens des Erfassungsmechanismus ausgetretenes Medium an einen vorgesehenen Ort abgeleitet werden. Bei bestimmten Konstruktionen kann Medium mit überschüssigem Ausgangsdruck, das normalerweise über die Selbstentlüftung abgegeben würde, ebenfalls über einen gekapselten Entlüftungsanschluss abgeleitet werden. Druckregler, die für Anwendungen mit hohen Reinheitsanforderungen ausgelegt sind, verfügen in der Regel über einen gekapselten Entlüftungsanschluss, was in bestimmten Situationen die Betriebssicherheit im Vergleich zu Reglern ohne gekapselten Entlüftungsanschluss erhöht.

 

Entlüftungskonfigurationen

 

 

Gekapselte Entlüftungsanschlüsse werden in der Regel bereits in der Konstruktionsphase festgelegt, während die Selbstentlüftung bei der Ventilauswahl optional ist. Tabelle 1 zeigt verschiedene Kombinationen von Selbstentlüftung und gekapselten Entlüftungsanschlüssen basierend auf Ventilkonfigurationen. Abbildung 2 zeigt den strukturellen Vergleich zwischen nicht selbstentlüftenden und selbstentlüftenden Funktionen.

 

Tabelle 1 Kombinationen von Selbstentlüftung und gekapselten Entlüftungsanschlüssen

 
Selbstentlüftung Gekapselter Entlüftungsanschluss Beschreibung
Ja Ja Bei bestimmten Konstruktionen: Leckage und überschüssiger Ausgangsdruck werden an einen vorgesehenen Ort entlüftet
Ja Nein Bei bestimmten Konstruktionen: Überschüssiger Ausgangsdruck wird in die Atmosphäre entlüftet
Nein Ja Bei bestimmten Konstruktionen: Leckage wird bei Dichtungsversagen des Erfassungsmechanismus an einen vorgesehenen Ort entlüftet
Nein Nein Leckage und überschüssiger Ausgangsdruck können nicht an einen bestimmten Ort entlüftet werden. Lösungen sind in der Rohrplanung erforderlich.

 

Für Anwendungen mit brennbaren, explosionsgefährdeten, giftigen, schädlichen oder korrosiven Medien wenden Sie sich bitte an FITOK oder unsere autorisierten Vertriebspartner, um professionelle Beratung zu Entlüftungskonfigurationen zu erhalten.

 

Entlüftungskonfigurationen

Abb. 2 Selbstentlüftungsfunktion

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